Brooklyn Brewery, USA
Wie Big Apple wieder gutes Bier bekam
Durch die vielen deutschen Einwanderer wurde der New Yorker Stadtteil Brooklyn im 19. Jahrhundert zu einer Brau-Hochburg. Fabriken standen gegen kunstvolles Handwerk - Kleinbrauer und Bierkenner hatten das Nachsehen. Mit dem Credo "Wir geben New York sein gutes Bier zurück" schafften die beiden Quereinsteiger Steve Hindy, eigentlich Journalist, und Tom Potter, bis dahin als Banker tätig, Abhilfe und gründeten 1984 die Brooklyn Brewery.
Mit Garrett Oliver, dem wohl berühmtesten Braumeister der Welt, realisiert man heute einige der beliebtesten Biere New Yorks. Sein Buch "The Brewmaster Table" hat ihn weltweit zum Experten für erlesene Bierstile und deren Affinität zu feinem Essen gemacht. Seine aromatischen Kreationen sind hochbegehrt - selbst Starköche lassen sich Unikate brauen.
Einst schuf er aus einem ursprünglichen japanischen Hopfen mit starker Limonennote die Sonderedition Sorachi Ace. Nun wird sie für die BraufactuM Kollektion neu aufgelegt.

Birra Baladin
Ein virtuoser Bier-Künstler und Gestalter
Teo Musso - sein Background ist legendär: 1986 gründete er in seiner Heimatstadt Piozzo im Piemont die "Birreria Baladin". Live-Musik und gut 200 Biersorten aus aller Welt machten das Lokal berühmt, bescherte es den meist weinaffinen Italienern doch neue Geschmacksdimensionen.
Musso aber wollte mehr. Eigene Bierspezialitäten, speziell gebraut für die Topgastronomie. Auf Reisen durch Belgien sammelte er jahrelang Erfahrung und Mitte der 90er-Jahre braute er schließlich selbst: Die Birra Baladin war geboren.
Teo Musso ist ein Virtuose der Zutaten, jede seiner Bierkreationen ist innovativ und außergewöhnlich. Seine Auffassung von Bier begeistert selbst Winzer so sehr, dass sie ihm ihre Barriquefässer überließen, in denen er seine Produkte ausbaut. Natürlich gibt er auch das Design der kunstvollen Flaschen, Gläser und Etiketten nicht aus der Hand. Man findet seine Biere in renommierten Sternerestaurants und exklusiv in der BraufactuM Kollektion.

Palm
Obergärung im Schatten der Kirche
Die belgische Brauerei Palm, die ursprünglich unter dem Namen De Hoorn von Anne Cornet gegründet wurde, besteht seit 1747.
Nach dem Ersten Weltkrieg kreierte Arthur von Roy, ein Nachkomme von Anne Cornet, sein eigenes spezielles Bier: das "Speciale Belge Bier". Damit schuf er eine kleine Sensation, denn beim Brauprozess gelang ihm die Obergärung statt der damals üblichen Untergärung. Das obergärige Bier wurde begeistert angenommen, erfreut sich bis heute einer großen und treuen Kennerschaft und ist seit den 20er-Jahren überregional als "Special Palm" bekannt.
Palm ist derzeit weltweit die einzige Brauerei, die nach vier traditionellen Gärungsmethoden - Untergärung, Obergärung, Spontangärung und Mischvergärung - an drei historischen Standorten braut. Derzeitiger Braumeister und somit verantwortlich für die außerordentliche Qualität der Biere ist Alex De Smet.

Firestone Walker
Bier-Enthusiast mit Winzer-Stammbaum
Adam Firestone entstammt einer bekannten kalifornischen Weinbaufamilie. Seine Kenntnisse über den Anbau von Wein ließ er in seine berühmten, unverwechselbaren Bierkreationen einfließen, was ihm außerdem einen vorderen Platz unter den US-Kleinbraufacturen einbrachte.
Zusammen mit David Walker gründete er 1996 die Firestone Walker Brewery. In Paso Robles übernahm man dann 2002 die SLO Brewing Company und baute sie passend für den Braumeister Matthew Brynildson - einen der besten in den Staaten - aus.
Dort entstehen sie, die so typischen Pale Ales mit ihren starken Hopfen-, Holz- und Whiskeyaromen. Einige Biere werden nach "Firestone-Union-Patent" in Eichenfässern vergoren. Andere reifen monatelang in Bourbon-Fässern zu einer dunklen Ale-Spezialität.

Boon
Ein Biergeheimnis aus der Luft gegriffen
Die ursprünglich von René de Vits gegründete und erstmalig 1680 urkundlich erwähnte belgische Brauerei wurde 1977 von Frank Boon erworben, der seine Wurzeln im Bierverlagsgeschäft hatte und bereits während seines Studium eine Studentenbar besaß.
Inspiriert von de Vit's Kreationen, der sich auf Lambic- und Geuze-Biere sowie Lambic-Fruchtbiere spezialisiert hatte, wollte Frank Boon selber brauen. Das tat er von Anfang an mit großem Erfolg, denn schnell wurde er zum führenden Experten für belgische Lambic-Biere. Boon wusste um die in der Gegend von Lambeek insbesondere im Winter vorkommenden einmaligen Hefekeime in der Luft, die seine Biere spontan gären lassen. Zusätzlich macht der Ausbau in alten Rieslingfässern diese Biersorte im Aroma und Geschmack so weinähnlich wie kaum eine andere. Sie ist traditionelle Grundlage für zahlreiche Fruchtbiere wie das Framboise oder das Kriek.
Seit 1986 ist Hauptsitz der Brauerei wieder die Stadt Lambeek. Aus gutem Grund: Die Stadt soll dem alten Bier-Stil Lambic einst seinen Namen gegeben haben.

Rodenbach
Der Bund der Rotbier-Alchemisten
Die belgische Brauerei Rodenbach besteht seit 1821 in Roeselare. 1878 übernahm Eugine Rodenbach die Brauerei, die ursprünglich von seinem Großvater Pedro Rodenbach zusammen mit seinen Brüdern gegründet wurde.
Eugine Rodenbach hatte in England die Kunst erlernt, Bier zu vinifizieren und ihren weinähnlichen Charakter in Eichenfässern zu einer einzigartigen Qualität und Beständigkeit auszubauen. Das obergärig gebraute Bier reifte danach noch bis zu 18 Monate zur vollen Güte. Wie kaum ein anderer verstand es Eugine, alte und junge Biere gekonnt zu mischen. Er war es auch, der das rote Bier braute, für das er heute noch berühmt ist.
Der jetzige Braumeister Rudi Ghequire zeichnet sich für die Bewahrung dieses Familienruhmes verantwortlich und hat die traditionelle Braukunst in diesem Sinne weiterentwickelt. Seine Kreationen gehören heute zu den begehrtesten Bieren überhaupt. Für BraufactuM hat er spezielle Abfüllungen garantiert, da eine qualitätsschonende, geschlossene Kühlkette gewährleistet werden kann.

Birrificio italiano
Der Kampf für die Gleichberechtigung
Agostino Arioli experimentierte viel und braute schon immer methodisch sein eigenes Bier.
Er schrieb sogar seine Diplomarbeit darüber. 1997 gründete er schließlich mit seinem Bruder Stefano und acht weiteren Partnern die Birrificio italiano in Marinone am Comer See. Es entstand eine wunderbare Triade aus Brauerei, Schankraum und Restaurant.
Signor Arioli hat sich einem eigenständigen Bierstil verschrieben, dessen herrliche Kreationen von Brautechniken und Zutaten aus Deutschland sowie Belgien inspiriert sind und mehrfach ausgezeichnet wurden.

Marston's
Die Frau hinter dem König der Ale-Brauer
1834 setzte John Marston auf die außergewöhnliche Wasserqualität des britischen Ortes Burton und gründete dort die J. Marston & Son at the Horninglow Brewery. Denn in seiner Zusammensetzung war es wie kein anderes Wasser zum Brauen geeignet. So wurde Burton damals zur Welthauptstadt des Bieres - und Marston zum "König der Ale-Brauer".
Die Wasserqualität unterstützt auch heute noch jene Hopfennote, die dem Bier zu einem einzigartigen, unverwechselbaren Geschmack verhilft. Es wird nach dem traditionellen Burton-Union-Verfahren gebraut: Das Bier gärt in Holzfässern, überschäumendes Bier wird aufgefangen und nach dem Ansetzen wieder ins Fass zurückgeleitet.
Seit über 25 Jahren wacht nun Braumeisterin Emma Gilleland über Qualitätsniveau und die Fortführung der langen Biertradition. Sie sorgt dafür, dass die Einmaligkeit des berühmten Marston's Pedigree Pale Ale erhalten bleibt und hat für BraufactuM extra eine Sondercharge in speziellen dunklen Flaschen zusammengestellt - das garantiert einen absolut qualitätsschonenden Transport.

Harviestoun Brewery
Vom Kuhstall und dem Single Malt der Biere
1985 wurde die Harviestoun Brewery von Ken Brooker in einem 200 Jahre alten Kuhstall in Dollar gegründet. Die Idee Bierbrauer zu werden, kam ihm nach einer persönlichen Krise und rührte aus der nachhaltigen Faszination, dass sein früherer Chef in Schottland zu Hause sein eigenes Bier braute.
Brookers großer Durchbruch kam mit der Idee ein Bier ganz in der Tradition des klassischen Imperial Porter aus dem frühen 19. Jahrhundert zu brauen und dieses in Whiskeyfässern reifen zu lassen. Das war die Geburtsstunde des Ola Dubh - und einer Kooperation zwischen der Harviestoun Brewery und der Highland Park Distillery.
Neun Monate reift das mit unbehandeltem Quellwasser aus den Highlands gebraute Bier in Original Single-Malt-Fässern. Die Verbindung von Whiskeymalz und Biermalz führt dabei zu einer einzigartigen Geschmackskomposition, die überzeugt. Aufgrund seiner Farbe und Konsistenz nennt man es "Old Engine Oil". Es ist das Bier, das dem Harviestoun Ola Dubh als Basis dient und einer der Gründe, warum die Harviestoun Brewery vielfach ausgezeichnet wurde.

BraufactuM
Feine Bierkultur
2009 war es, als der Gedanke Formen annahm, einem zwar beliebten aber landläufig etwas unterschätzten Getränk nun den Stellenwert zu verschaffen, der ihm gebührt. Die Rede ist von Bier - denn Bier ist keinesfalls einfach nur ein geselliger Durstlöscher. Vielmehr kann es - wenn die vorhandenen Potenziale innovativ genutzt und ausgeschöpft werden - zu einem einzigartigen und überraschenden Geschmackserlebnis werden, das mit jedem Wein konkurrieren kann.
Unter dem Namen BraufactuM sollte daher eine Kollektion der besten Biere der Welt entstehen - getragen von Leidenschaft und Herzblut für außergewöhnliche Genussmomente. Eine feine und handverlesene Sammlung von Kleinoden für anspruchsvolle Genießer mit dem Ziel, eine anerkannte Parität zu großen Weinen und einer sinnlichen Partnerschaft mit der Gourmet-Küche zu schaffen.
Die Idee Bier und Biergenuss eine neue Dimension zu verleihen und so zu einem völlig neuen Verständnis zu verhelfen, verfolgt BraufactuM seit der Gründung konsequent. Sie wurde schnell von renommierten nationalen und internationalen Biervirtuosen mitgetragen, die alte Rezepte und Spezialitäten wiederaufleben ließen und sie kontinuierlich weiter ausbauen.
Aber auch BraufactuM selbst reiht sich inzwischen hervorragend in die vorgestellten Manufacturen ein. Unter dem Braumeister Marc Rauschmann entstehen edle Kompositionen nach alten traditionellen Rezepten - wie beispielsweise das Colonia, bei dem BraufactuM die Tradition der Rheinischen Bitterbiere wieder aufleben ließ - aber auch innovative Biere, wie das Marzus, bei dem ein spezielles Maischverfahren angewandt wird.

