Emma Gilleland
Marston'sAgostino
Arioli
Birrificio Italiano
Frank
Boon
Boon
Garrett
Oliver
Jan Toye
Palm BreweriesTeo
Musso
Matthew
Brynildson
Firestone Walker
Marc Rauschmann
Rudi
Ghequire
Rodenbach
Stuart
Cail
Harvistoun
Garrett Oliver
Brooklyn Brewery
Garrett Oliver - der wohl berühmteste Braumeister der Welt - zeichnet sich für die Kreationen der Brooklyn Brewery verantwortlich, ist Autor von "The Brewmasters Table" und die absolute Autorität in den Vereinigten Staaten rund um das Thema Bier.
Ein Meister seines Fachs
Nach Jahren der Amateur-Brauerei, das durch Biere, die er während eines Jahres in England kennengelernt hatte, angeregt wurde, begann Garrett Oliver seine Brauer-Karriere bei der Manhattan Brewing Company im Jahr 1989 als Lehrling. 1993 wurde er schließlich zum Braumeister ernannt.
Er wurde bald weithin sowohl national auch im Ausland für seine geschmackvollen Interpretationen traditioneller Brau-Stile und als begeisterter und unterhaltsame Dozent und Schriftsteller zum Thema gutes Bier bekannt.
Garrett hat hunderte von Bierproben und Abendessen veranstaltet, schreibt regelmäßig für Bier- und Essen-bezogene Zeitschriften und ist international als Experte für traditionelle Biersorten und ihre Affinität zu gutem Essen anerkannt.
Seine aromatischen Kreationen sind hoch begehrt - Starköche lassen sich sogar Unikate brauen.
Biere von Oliver Garrett: Brooklyn Lager, Brooklyn East India Pale Ale, Sorachi Ace, Local 1, Local 2
Teo
Musso
Birra Baladin
Schon 1986 machte der Piemonteser Winzersohn Teo Musso aus seiner Liebe zum Bier auch seinen Beruf: er gründete mit 22 Jahren die Bierwirtschaft "Birreria Baladin", in der - oft und gerne auch zu lauter Live-Musik - über 200 Biersorten aus aller Welt ausgeschenkt wurden. Doch Musso wollte mehr. Er wollte sein eigenes Bier schaffen, gut genug, um als echte Konkurrenz zum Wein in der Topgastronomie zu taugen.
In Belgien schaute er sich eine Menge Know-How von den dortigen Brauern ab, Mitte der 1990er Jahre gründete er schließlich seine Brauerei "Birra Baladin". Hier wirkt und verwirklicht er sich bis heute. Viele seiner Biere tragen den Namen seiner Familienangehörigen.
Teo Musso ist ein Virtuose der Zutaten. Jede seiner Bierkreationen schmeckt innovativ und ungewöhnlich - er produziert rund 20 verschiedene Sorten, insgesamt 5.000 Hektoliter im Jahr. Dabei ist er auch weiterhin auf Expansionkurs - er eröffnete in Rom das "Open Baladin", eine exklusive Bar mit 40 Bieren vom Fass und weiteren 100 aus der Flasche; in Kürze will er sogar in New York eine Filiale eröffnen.
Biere von Teo Musso: Elixir, Nora, Wayan, Isaac, Xyauyù Gold
Marc Rauschmann
BraufactuM
Marc Rauschmann ist vor über 20 Jahren durch die "Hobbythek" zum Heimbrauer geworden. Zunächst braute er mit dem Entsaftertopf der Mutter 20 Liter, wenig später mit einem alten Kupferwaschkessel über dem offenen Feuer im Garten bis zu 100 Liter für den Eigenbedarf und Freunde. Das Hobby und der Spaß, mit den Rohstoffen Malz und Hopfen zu experimentieren, bewegten Marc Rauschmann 1990 dazu, das Thema zu professionalisieren.
Er studierte Brauereitechnologie an der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin. Nach meiner Promotion 2001 war ich zunächst als "Leiter Zentrallabor" und später "Leiter Technologie" in der Radeberger Gruppe für die Auswahl der Rohstoffe und die Produktqualität verantwortlich.
Seit Anfang 2010 leitet Marc Rauschmann als Geschäftsführer "Die Internationale Brau-Manufacturen GmbH" und ist dort unter anderem verantwortlich für Technik. Diese Aufgabe ist für den studierten Brauer die Erfüllung eines Traumes: Zum einen kann er hier besondere Eigenkreationen entwickeln, zum anderen seine Suche nach den außergewöhnlichsten und besten Bieren der Welt fortsetzen, um eine Gesamtkollektion passend zu feinen Gerichten und allen erdenklichen Genussgelegenheiten zusammenzustellen.
Biere von Marc Rauschmann: Progusta, Colonia, Indra, Darkon, Marzus, Clan, Roog, Oscur, Arrique
Emma Gilleland
Marston's
Im Gegensatz zu den meisten "Beer-Makers" Englands stammt Emma Gilleland nicht aus einer traditionellen Brauerdynastie. Sie heuerte vor 25 Jahren in Burton-on-Trent (Staffordshire) nach ihrem Biomedizintechnik-Studium bei jener Ale-Suderei an, die Mitte des 19. Jahrhunderts aufgrund ihres einzigartigen Brauwassers den Gründer John Marston zum "König der Ale-Brauer" machte.
Vor Gilleland gab es bei Marston's seit 1834 erst zehn Chef-Braumeister und sie ist bis heute dort die erste und einzige Frau in dieser Position. Nicht zuletzt deshalb, weil sie ein paar clevere Neuerungen in das bei Marston's seit Beginn eingesetzte "Burton-Union-Verfahren" integrieren konnte. Hierbei gärt das Bier in offenen Holzbottichen, der überschwappende Schaum wird aufgefangen und nach dem Absetzen der Brühe wieder zurückgeleitet.
Natürlich ist Bier eine reine Männerdomäne - dessen ist sich Emma Gilleland auch bewusst. Dennoch muss sie sich mit ihren Kreationen nicht hinter ihren männlichen Kollegen verstecken. Davon überzeugt sie sich täglich - denn zu ihrem Arbeitsalltag gehört, dass sie mindestens ein halbes Pint des selbst gebrauten Ales verkostet.
Für BraufactuM hat sie extra eine Sondercharge zusammengestellt - abgefüllt in speziellen dunklen Flaschen ist dabei für einen absolut qualitätsschonenden Transport gesorgt.
Bier von Emma Gilleland: Pedigree V.S.O.P.
Agostino
Arioli
Birrificio Italiano
Der italienische Brauer Agostino Arioli experimentiert gern und braute schon immer methodisch sein eigenes, sehr spezielles Bier - er schrieb sogar seine Diplomarbeit darüber. 1997 gründete er schließlich mit Bruder Stefano und acht weiteren Partnern in Marinone (Como) die birrificio italiano - eine wunderbare Triade aus Brauerei, Schankraum und Restaurant.
Das Brauhaus entwarf er selbst, natürlich nach seinen eigenen Vorstellungen. Signor Arioli hat sich einem eigenständigen Bierstil verschrieben, dessen Kreationen von Brautechniken und Zutaten aus Deutschland und Belgien inspiriert sind und mehrfach ausgezeichnet wurden.
Agostino Arioli kämpft darüber hinaus vehement für Gleichberechtigung. Eben dafür, dass gute Biere in den traditionellen italienischen Enotecas - dieser so typischen Mischung aus Weinhandlung, Feinkostladen und Probierstube - neben den Weinen ihren ganz selbstverständlichen Platz finden.
Bier von Agostino Arioli: Vúdú, Cassissona
Frank
Boon
Boon
Frank Boon, der schon während seines Studiums eine Studentenbar besaß und seine Wurzeln im Bierverlagsgeschäft hat, erwarb 1977 die Brauerei des Belgiers René de Vits. De Vits - Brauer vom alten Schlag - hatte sich auf Lambic- und Geuze-Biere sowie auf Lambic-Fruchtbiere spezialisiert.
Inspiriert davon, begann Frank Boon selbst zu brauen - von Anfang an mit beachtlichem Erfolg. Schnell wurde er zu einem der führenden Experten für belgische Lambic-Biere.
Boon wusste um die in der Gegend von Lambeek insbesondere im Winter vorkommenden einmaligen Hefekeime in der Luft, die seine Biere spontan gären lassen. Zusätzlich macht der Ausbau in alten Rieslingfässern diese Biersorte im Aroma und Geschmack so weinähnlich wie kaum eine andere. Sie ist traditionelle Grundlage für zahlreiche Fruchtbiere wie das Framboise oder das Kriek.
Seit 1986 ist Hauptsitz der Brauerei wieder die Stadt Lambeek. Aus gutem Grund: Die Stadt soll dem alten Bier-Stil Lambic einst seinen Namen gegeben haben.
Biere von Frank Boon: Oude Geuze, Framboise, Oude Kriek
Jan
Toye
Palm Breweries
In Belgien gibt es kaum einen Ort, in dem Bier und Kirche nicht Nachbarn sind. So auch 1747, als Anne Cornet gegenüber der Kirche von Steenhuffel eine kleine Stadtbrauerei erbaute. Sie nannte sie De Hoorm, das niederländische Pendant zu ihrem französischen Nachnamen. Aus De Hoorn geht später die Brauerei Palm hervor - so genannt wegen der gleichlautenden Schreibweise im Niederländischen und Französischen und seiner Bedeutung als christliches Symbol.
Nach dem Ersten Weltkrieg kreierte Arthur von Roy, ein Nachkomme von Anne Cornet, sein eigenes spezielles Bier: das "Speciale Belge Bier". Damit schuf er eine kleine Sensation, denn beim Brauprozess gelang ihm die Obergärung statt der damals üblichen Untergärung. Das obergärige Bier wurde begeistert angenommen, erfreut sich bis heute einer großen und treuen Kennerschaft und ist seit den 20er-Jahren überregional als "Special Palm" bekannt.
Palm ist derzeit weltweit die einzige Brauerei, die nunmehr seit vielen Jahren unter der Leitung des Chefs Jan Toye, nach vier traditionellen Gärungsmethoden - Untergärung, Obergärung, Spontangärung und Mischvergärung - an drei historischen Standorten braut.
Biere von Jan Toye/Palm: Palm Speciale Belge, Steenbrugge Tripel
Matthew
Brynildson
Firestone Walker
Wie die meisten US-Studenten hatte auch Matthew Brynildson irgendwann die Nase voll von den amerikanischen "Industrie-Lager-Bieren". Während einer Europa-Reise lernte er, dass Bier mehr sein kann. Davon inspiriert, begann Brynildson 1993 während seines Chemie-Studiums an der Hochschule in Kalamazoo privat Bier zu brauen.
Nach der Uni arbeitete er zunächst in Michigan bei der Hopfenaufbereitungsfirma Kalsec, wechselte aber 1995 zurück auf die Schulbank und machte an dem renommierten Siebel Institute of Brewing Technology in Chicago seinen Braumeister-Abschluss.
Bei der neugegründeten Chicago's Goose Island Brewing Company arbeitete er sich rasch zum Head Brewer hoch, modernisierte dann 2000 den Betrieb bei der kalifornischen SLO Brewing Company, die von den Gründungspartnern Adam Firestone und David Walker aufgekauft wurde. Seitdem ist er als Chefbraumeister von Firestone Walker für Kontinuität und Weiterentwicklung gleichermaßen zuständig.
Biere von Matthew Brynildson: Pale 31, Parabola, 14th Anniversary Ale
Rudi
Ghequire
Rodenbach
Rudi Ghequire ist seit 1993 der oberste Braumeister der Rodenbach Brauerei. Seinen Einstieg fand er 1982 als Rohstoffeinkäufer. In diesen 12 Jahren lebte er mit seiner Familie direkt in der Brauerei in einem Appartement über den Büros im Eingang, in denen auch seine zwei Kinder zur Welt kamen.
Beim Antritt als oberster Braumeister fehlten ihm noch einige Details im allgemeinen Brauwesen, die er in einem einjährigem Studium schnell nachholte. Zusammen mit Professor Delvaux von der katholischen Universität von Leuven realisierte er in den folgenden Jahren weitreichende Verbesserungen im Produktionsprozess und der Qualität.
Rudi Ghequire zeichnet sich also ganz und gar für die Bewahrung des Familienruhmes der Familie Rodenbach verantwortlich und hat die traditionelle Braukunst in diesem Sinne weiterentwickelt. Seine Kreationen gehören heute zu den begehrtesten Bieren überhaupt. Für BraufactuM hat er spezielle Abfüllungen garantiert, da eine qualitätsschonende, geschlossene Kühlkette gewährleistet werden kann.
Biere von Rudi Ghequire: Rodenbach Classic
Stuart
Cail
Harvistoun
Stuart Cail studierte unter dem legendären Professor Geoff Palmer an der Heriot-Watt Universität in Edingburgh. 1984/1985 schloss er sein Studium nach fünf harten Jahren mit dem Master of Science ab.
Nach Stationen bei Butcombe in Bristol und Daleside in Harrogate kam er 1996 zur Harviestoun Brewery. Als oberster Braumeister kümmert er sich höchstpersönlich um die sorgsame Herstellung der im Whiskeyfass gereiften Ola Dubhs und genießt die vielen Auszeichnungen, die seine Biere erhalten.
Stuart Cail trinkt am liebsten sein Ola Dubh zu Hause am Feuer, wenn er eigentlich schon im Bett sein sollte, in einem kleinem Glas, so dass er bei jedem Nachschenken sich von den Aromen neu überwältigen lassen kann.
Biere von Stuart Cail: Ola Dubh 12 Jahre, Ola Dubh 30 Jahre
